Netflix-Ländersperre umgehen in 5 Minuten: Diese zwei Methoden schalten dir 7x mehr Filme und Serien frei

Netflix hat in verschiedenen Ländern unterschiedliche Mediatheken – das ist kein Geheimnis. Doch die Vorstellung, dass die US-Bibliothek allen anderen Regionen haushoch überlegen ist, stimmt so nicht mehr. Nach aktuellen Daten hat Deutschland mittlerweile sogar mehr Titel im Angebot als die USA – über 7.900 Inhalte gegenüber rund 7.100 in den Vereinigten Staaten. Dennoch variiert die Content-Bibliothek von Land zu Land erheblich, und nicht jeder Titel ist überall verfügbar. Der Grund liegt in regionalen Lizenzverträgen, die Netflix mit Produktionsfirmen und Studios abschließt.

Warum Netflix-Inhalte regional unterschiedlich sind

Streaming-Rechte werden territorial vergeben – das ist die Grundlage des Problems. Ein Film, der in den USA produziert wurde, hat möglicherweise bereits exklusive Verträge mit deutschen TV-Sendern oder anderen Streaming-Diensten, was Netflix daran hindert, ihn hierzulande anzubieten. Umgekehrt gibt es europäische Produktionen, die in den USA nicht verfügbar sind.

Netflix muss sich bei jedem Fremdinhalt genau überlegen, ob es sich lohnt, die Lizenz für die deutsche Flatrate einzukaufen. Diese Rechtesituation führt dazu, dass Abonnenten für denselben Preis völlig unterschiedliche Inhalte bekommen – abhängig davon, wo sie sich geografisch befinden. Hinzu kommt ein neuer Trend: Großkonzerne wie Disney, AT&T und die BBC ziehen ihre Inhalte von Netflix ab, um sie auf eigenen Plattformen zu bündeln.

Netflix erkennt euren Standort anhand der IP-Adresse, die euer Internetanbieter zuweist. Hier kommen DNS-Dienste und VPNs ins Spiel, um diese geografischen Beschränkungen zu umgehen. Netflix ist in über 190 Ländern verfügbar, doch die Inhalte unterscheiden sich massiv je nach Region.

Smart DNS: Die elegante Lösung für Streaming-Enthusiasten

Smart DNS ist eine Technologie, die speziell für Streaming entwickelt wurde. Im Gegensatz zu VPNs verschlüsselt Smart DNS eure Verbindung nicht vollständig, sondern leitet nur die Anfragen um, die euren Standort verraten. Das hat einen entscheidenden Vorteil: Die Geschwindigkeit bleibt nahezu unbeeinträchtigt.

So funktioniert Smart DNS technisch

Wenn ihr Netflix aufruft, sendet euer Gerät eine DNS-Anfrage, um die IP-Adresse des Netflix-Servers zu ermitteln. Gleichzeitig übermittelt ihr dabei Informationen über euren Standort. Smart DNS-Dienste ersetzen eure DNS-Server durch ihre eigenen und manipulieren die Standortinformationen, sodass Netflix glaubt, ihr würdet euch beispielsweise in einem anderen Land befinden.

Die Einrichtung ist denkbar einfach: Ihr ändert die DNS-Einstellungen in eurem Router oder direkt auf dem Streaming-Gerät. Die meisten Smart DNS-Anbieter liefern detaillierte Anleitungen für verschiedene Geräte mit – von Smart-TVs über Spielkonsolen bis zu Apple TV. Nach der Konfiguration läuft alles automatisch im Hintergrund.

Vorteile von Smart DNS

  • Hohe Geschwindigkeit: Keine Verschlüsselung bedeutet keine Geschwindigkeitseinbußen beim Streaming
  • Gerätekompatibilität: Funktioniert auch auf Geräten, die keine VPN-Apps unterstützen
  • Einfache Einrichtung: Einmal konfiguriert, müsst ihr nichts weiter tun
  • Mehrere Geräte gleichzeitig: Die Einstellung im Router gilt für alle verbundenen Geräte

VPN: Die sichere Alternative mit Zusatzfunktionen

Virtual Private Networks verschlüsseln euren gesamten Internetverkehr und leiten ihn über Server in anderen Ländern um. Das macht VPNs sicherer als Smart DNS, kann aber die Streaming-Geschwindigkeit beeinflussen – besonders bei kostenlosen Diensten.

Warum Premium-VPNs einen Unterschied machen

Netflix bekämpft aktiv die Nutzung von VPNs und blockiert regelmäßig IP-Adressen bekannter VPN-Anbieter. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen: Hochwertige VPN-Dienste investieren in große Server-Netzwerke und wechseln IP-Adressen regelmäßig aus. Kostenlose VPNs stoßen hier schnell an ihre Grenzen und werden von Netflix erkannt.

Führende Anbieter unterhalten dedizierte Server für Streaming-Dienste. Diese sind speziell optimiert und werden ständig aktualisiert, um die Netflix-Blockaden zu umgehen. Zusätzlich bieten sie Split-Tunneling, sodass nur der Netflix-Traffic über das VPN läuft, während andere Anwendungen eure normale Verbindung nutzen.

VPN richtig für Netflix einrichten

Die Installation moderner VPN-Apps ist kinderleicht. Nach dem Download wählt ihr einfach einen Server im gewünschten Land aus. Für andere Netflix-Bibliotheken verbindet ihr euch mit einem Server in der entsprechenden Region. Die meisten Apps zeigen an, welche Server für Streaming optimiert sind.

Ein Profi-Tipp: Leert nach dem Verbinden mit dem VPN die Browser-Cookies oder nutzt einen Inkognito-Modus. Netflix speichert manchmal euren letzten Standort in Cookies, was zu Verwirrung führen kann.

Smart DNS vs. VPN: Welche Lösung passt zu euch?

Die Wahl zwischen Smart DNS und VPN hängt von euren Prioritäten ab. Smart DNS punktet mit Geschwindigkeit und Einfachheit – ideal für alle, die ausschließlich Geoblocking umgehen wollen und keine zusätzliche Sicherheit benötigen. VPNs bieten umfassenden Schutz eurer Privatsphäre und funktionieren auf allen Geräten mit entsprechender App-Unterstützung.

Für Smart-TVs ohne VPN-Unterstützung ist Smart DNS oft die einzige praktikable Lösung. Wer hingegen auf verschiedenen Geräten streamt und zusätzlich Wert auf Online-Privatsphäre legt, fährt mit einem VPN besser. Manche Premium-VPN-Anbieter inkludieren sogar Smart DNS-Dienste, sodass ihr beide Welten kombinieren könnt.

Rechtliche Aspekte und Netflix‘ Nutzungsbedingungen

Die Nutzung von VPNs oder Smart DNS bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone. Während die Technologie selbst legal ist, verstoßt die Umgehung von Geoblocking gegen Netflix‘ Nutzungsbedingungen. Netflix behält sich das Recht vor, gegen solche Verstöße vorzugehen.

In der Praxis konzentriert sich Netflix darauf, erkannte VPN-Server mit der berüchtigten Fehlermeldung über einen „Proxy oder Unblocker“ zu blockieren. Der Streaming-Riese fokussiert sich darauf, den Zugriff zu unterbinden, weniger auf die Bestrafung einzelner Nutzer. Dennoch solltet ihr euch bewusst sein, dass ihr gegen die AGB verstoßt.

Praktische Tipps für optimales Streaming

Die Qualität eures Streaming-Erlebnisses hängt von mehreren Faktoren ab. Wählt VPN-Server, die geografisch möglichst nah sind – ein Server an der Ostküste bietet aus Deutschland meist bessere Geschwindigkeiten als einer weiter entfernt. Bei Smart DNS entfällt diese Überlegung, da die Daten nicht umgeleitet werden.

Testet verschiedene Server zu unterschiedlichen Tageszeiten. Abends sind manche Server oft ausgelastet, während sie vormittags deutscher Zeit schneller laufen. Premium-Anbieter zeigen die Serverlast in Echtzeit an, sodass ihr gezielt weniger frequentierte Verbindungen wählen könnt.

Achtet auf die Bildqualität: Manche VPNs drosseln automatisch auf HD, um Bandbreite zu sparen. In den Einstellungen könnt ihr höhere Streaming-Qualität aktivieren, sofern eure Internetverbindung ausreichend schnell ist. Als Faustregel gilt: Mindestens 25 Mbit/s für 4K-Inhalte.

Welche Regionen lohnen sich besonders?

Auch wenn Deutschland mittlerweile eine beachtliche Anzahl an Titeln bietet, haben andere Regionen ihre eigenen Schätze. Japan bietet ein unvergleichliches Anime-Sortiment mit Titeln, die Europa nie erreichen. Großbritannien punktet mit BBC-Produktionen und britischen Komödien. Südkorea ist die Anlaufstelle für K-Dramas und asiatische Filme.

Kanada wird oft unterschätzt, hat aber eine interessante Mischung aus nordamerikanischem Content und exklusiven kanadischen Produktionen. Australien überrascht mit frühen Releases aktueller Serien. Die gute Nachricht: Änderungen, die Netflix in den USA oder anderen Ländern betreffen, müssen nicht zwangsweise auch hierzulande Folgen haben. Je nach Region sind die Lizenzvereinbarungen unterschiedlich geregelt. Es lohnt sich, verschiedene Regionen zu erkunden – ihr werdet überrascht sein, welche Perlen ihr entdeckt.

Welche Netflix-Bibliothek würdest du am liebsten freischalten?
USA für Hollywood-Blockbuster
Japan für exklusive Animes
Südkorea für K-Dramas
UK für BBC-Produktionen
Bleibe bei Deutschland

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