Die PlayStation 5 versteckt eine clevere Funktion, die vielen Nutzern Zeit und Nerven spart: automatische Updates im Ruhemodus. Während die Konsole scheinbar ausgeschaltet in der Ecke steht, werkelt sie im Hintergrund fleißig weiter und hält System, Spiele und Apps auf dem neuesten Stand. Das bedeutet weniger Wartezeit beim Einschalten und mehr Zeit fürs eigentliche Gaming. Doch diese praktische Funktion ist nicht standardmäßig aktiviert – wer sie nutzen möchte, muss sie erst manuell einrichten.
Warum automatische Updates im Ruhemodus Gold wert sind
Kennt ihr das? Ihr wollt nach einem langen Arbeitstag endlich entspannt zocken, schaltet die PS5 ein und werdet mit einer ellenlangen Update-Liste begrüßt. Mehrere Gigabyte wollen heruntergeladen werden, und eure Gaming-Session verschiebt sich um eine Stunde oder länger. Genau hier setzt die automatische Update-Funktion an. Im Ruhemodus verbraucht die PS5 minimal Strom, bleibt aber mit dem Internet verbunden und prüft regelmäßig, ob neue Updates verfügbar sind. Systemaktualisierungen, Spiele-Patches und App-Updates werden dann automatisch im Hintergrund installiert.
Der Energieverbrauch im Ruhemodus liegt deutlich unter dem vollständig eingeschalteten Zustand während des Spielens. Sony hat hier einen guten Mittelweg zwischen Funktionalität und Energieeffizienz gefunden. Die Konsole bleibt einsatzbereit, ohne ständig Vollgas zu geben, und der Stromverbrauch bleibt dabei minimal.
So aktiviert ihr automatische Updates: Schritt für Schritt
Die Einrichtung ist erfreulich unkompliziert, auch wenn die Option etwas versteckt liegt. Navigiert im Hauptmenü eurer PS5 zum Zahnrad-Symbol in der oberen rechten Ecke – das sind die Einstellungen. Von dort führt der Weg über mehrere Menüpunkte:
- Öffnet die Systemeinstellungen
- Wählt Energiesparen aus
- Klickt auf Im Ruhemodus verfügbare Funktionen
- Aktiviert die Option Mit dem Internet verbunden bleiben
- Setzt den Haken bei Systemsoftware automatisch aktualisieren
Damit habt ihr die Grundlage geschaffen. Die PS5 bleibt jetzt im Ruhemodus online und sucht eigenständig nach System-Updates. Ohne aktive Internetverbindung im Ruhemodus funktioniert das automatische Update-System nicht – dieser Schritt ist also unbedingt erforderlich. Aber das ist noch nicht alles – für Game-Updates braucht es einen zusätzlichen Schritt.
Game-Updates automatisieren: Ein weiterer wichtiger Schritt
Systemupdates sind nur die halbe Miete. Die wirklich zeitraubenden Downloads sind oft die Spiele-Patches, besonders bei Titeln wie Call of Duty oder Warzone, die regelmäßig mit mehrstufigen Gigabyte-Updates aufwarten. Dafür gibt es eine separate Einstellung, die ihr ebenfalls aktivieren müsst.
Geht zurück zu den Haupteinstellungen und navigiert zu Gespeicherte Daten und Spiel-/App-Einstellungen. Dort findet ihr den Punkt Automatische Updates. Aktiviert hier sowohl Spiele automatisch aktualisieren als auch Apps automatisch aktualisieren. Ab sofort kümmert sich eure PlayStation 5 selbstständig darum, dass eure Spielebibliothek immer auf dem aktuellsten Stand ist.
Ein kleiner Tipp am Rande: Diese Funktion arbeitet besonders effizient, wenn ihr über PlayStation Plus verfügt. Zwar funktionieren die automatischen Updates auch ohne Abo, aber mit PlayStation Plus werden zusätzlich Cloud-Speicherstände automatisch synchronisiert.
Die Sache mit der Internetverbindung
Damit das automatische Update-System reibungslos funktioniert, benötigt die PS5 eine stabile Internetverbindung. Bei WLAN-Nutzern gibt es manchmal Probleme, wenn der Router so konfiguriert ist, dass er inaktive Geräte aus dem Netzwerk wirft. In solchen Fällen lohnt sich eine LAN-Verbindung per Kabel – sie ist nicht nur stabiler, sondern auch deutlich schneller beim Download großer Updates.

Wer eine schnelle Internetleitung hat, profitiert natürlich besonders von dieser Funktion. Typische Spiele-Updates mit mehreren Gigabyte sind dann in überschaubarer Zeit erledigt – perfekt für die Nachtruhe oder die Arbeitszeit, sodass beim Einschalten alles bereit ist.
Energieverbrauch im Blick behalten
Die Frage nach den Stromkosten ist berechtigt. Der Energieverbrauch im Ruhemodus mit aktiver Internetverbindung liegt sehr niedrig – deutlich unter den Werten im aktiven Betrieb. Das ist verkraftbar, zumal die Alternative – die Konsole im Vollbetrieb Updates ziehen zu lassen, während ihr wartet – deutlich mehr Energie verbrauchen würde.
Wer trotzdem Energie sparen möchte, kann in den Einstellungen die Zeit anpassen, nach der die PS5 in den Ruhemodus wechselt. Auch lässt sich festlegen, wann USB-Anschlüsse mit Strom versorgt werden – praktisch zum Laden von Controllern, aber nicht unbedingt nötig, wenn diese bereits voll sind.
Wenn Updates mal nicht automatisch laufen
Manchmal streikt die Automatik trotz korrekter Einstellungen. Die häufigsten Ursachen sind schnell identifiziert: Prüft zunächst, ob die PS5 wirklich im Ruhemodus ist und nicht komplett ausgeschaltet wurde. Bei einem kompletten Shutdown durch langes Drücken des Power-Buttons passiert nämlich gar nichts. Die Konsole muss aus dem Hauptmenü heraus in den Ruhemodus versetzt werden.
Ein weiterer Stolperstein kann eine volle Festplatte sein. Ist der Speicherplatz knapp, verweigert die PS5 das Herunterladen weiterer Updates. Hier hilft nur Aufräumen: Löscht Spiele, die ihr nicht mehr zockt, oder rüstet mit einer zusätzlichen M.2-SSD auf.
Auch Netzwerkprobleme können die Ursache sein. Überprüft die Verbindung unter Einstellungen, dann Netzwerk und Verbindungsstatus testen. Manchmal reicht ein Neustart des Routers, um das Problem zu beheben. Besonders wichtig: Ohne aktive Internetverbindung im Ruhemodus können keine automatischen Updates durchgeführt werden.
Updates manuell anstoßen als Backup-Plan
Selbst mit aktivierten automatischen Updates kann es sinnvoll sein, gelegentlich manuell nachzuschauen. Drückt auf dem Homescreen die Options-Taste auf einer Spiel-Kachel und wählt Nach Update suchen. So stellt ihr sicher, dass wirklich alles aktuell ist, bevor ihr eine wichtige Gaming-Session plant.
Bei Systemupdates zeigt die PS5 eine Benachrichtigung an, sobald eine neue Version verfügbar ist. Diese lassen sich auch manuell unter den Einstellungen im Bereich System und Systemsoftware prüfen und installieren. Die regelmäßige Kontrolle schadet nicht, auch wenn die Automatik normalerweise zuverlässig arbeitet.
Die Vorteile liegen auf der Hand
Mit richtig konfigurierten automatischen Updates verwandelt sich die PS5 in ein rundum komfortables Gaming-System. Keine lästigen Wartezeiten mehr beim Einschalten, keine verpassten wichtigen Patches mehr, und ihr seid immer auf dem neuesten Stand. Die separate Aktivierung für System- und Spieleupdates mag auf den ersten Blick umständlich wirken, ermöglicht aber eine präzise Kontrolle darüber, was die Konsole im Hintergrund erledigen soll.
Das System arbeitet zuverlässig, solange die Grundvoraussetzungen erfüllt sind: stabiles Internet, aktivierte Einstellungen und ausreichend Speicherplatz. Der minimale Stromverbrauch im Ruhemodus macht diese Funktion zu einer wirtschaftlich sinnvollen Lösung, die den Gaming-Alltag spürbar angenehmer gestaltet. Probiert es aus – eure nächste Gaming-Session wird es euch danken, wenn ihr direkt loslegen könnt, statt erst Updates abzuwarten.
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