5 Profile aber nur 2 können schauen: Dieser Netflix-Fehler kostet dich jeden Abend Nerven

Wer kennt das nicht: Man sitzt gemütlich vor dem Fernseher, die neue Lieblingsserie ist gestartet, und plötzlich erscheint diese frustrierende Meldung, dass zu viele Geräte gleichzeitig auf Netflix zugreifen. Dabei hat man doch extra mehrere Profile angelegt, damit jeder in der Familie sein eigenes Nutzererlebnis hat. Doch hier liegt oft ein Missverständnis vor, das viele Netflix-Nutzer betrifft und das heute geklärt werden muss.

Der Unterschied zwischen Profilen und gleichzeitigen Streams

Netflix erlaubt tatsächlich bis zu fünf verschiedene Profile pro Account. Das klingt zunächst großzügig und erweckt den Eindruck, dass die ganze Familie problemlos gleichzeitig streamen kann. Die Realität sieht jedoch anders aus: Die Anzahl der Profile hat nichts mit der Anzahl der gleichzeitigen Streams zu tun. Diese wird nämlich ausschließlich durch euer gewähltes Abonnement bestimmt.

Das Standard-Abonnement erlaubt lediglich zwei gleichzeitige Streams, während das Premium-Abo vier parallele Wiedergaben ermöglicht. Ihr könntet also theoretisch fünf Profile einrichten, aber wenn ihr das Standard-Abo habt, können trotzdem nur zwei Personen zur selben Zeit schauen – egal, auf welchem Profil sie unterwegs sind. Diese Verwechslung sorgt regelmäßig für Verwirrung und enttäuschte Gesichter beim abendlichen Serienbinge.

Praktische Auswirkungen im Alltag

Eine vierköpfige Familie mit einem Standard-Abo steht abends oft vor einem Problem: Mama und Papa schauen gemeinsam eine Serie, während die beiden Kinder in ihren Zimmern jeweils eigene Inhalte streamen möchten. In diesem Fall wird es problematisch, denn das Standard-Abo erlaubt nur zwei gleichzeitige Streams. Mindestens ein Kind würde eine Fehlermeldung erhalten und müsste warten, bis jemand anderes seinen Stream beendet.

Die Lösung wäre hier ein Upgrade auf das Premium-Abo. Damit könnten alle vier Familienmitglieder gleichzeitig unterschiedliche Inhalte auf ihren jeweiligen Profilen schauen. Die fünf möglichen Profile bieten dabei genug Spielraum, falls Oma und Opa zu Besuch kommen und ebenfalls ihre eigene Watchlist pflegen möchten. So bleibt der Familienfrieden gewahrt und niemand muss auf seine Lieblingssendung verzichten.

Welches Abo passt zu meinen Bedürfnissen?

Die Entscheidung für das richtige Netflix-Abonnement hängt stark von euren Nutzungsgewohnheiten ab. Wer allein wohnt oder maximal zu zweit schaut, kommt mit dem Standard-Abo völlig aus. Hier spart ihr Geld und habt trotzdem alle wesentlichen Funktionen zur Verfügung. Paare, die ohnehin meist gemeinsam vor dem Bildschirm sitzen, brauchen selten mehr als einen aktiven Stream.

Für größere Haushalte oder WGs ist das Premium-Abo die deutlich bessere Wahl. Vier gleichzeitige Streams bedeuten, dass auch an verregneten Sonntagen, wenn alle zu Hause sind, niemand auf sein Streaming-Vergnügen verzichten muss. Hinzu kommt bei diesem Tarif die bessere Bildqualität in Ultra HD, sofern eure Geräte dies unterstützen. Gerade auf modernen großen Fernsehern macht dieser Unterschied einen spürbaren Effekt.

Der Trick mit den Profilen

Auch wenn Profile nicht die Anzahl der gleichzeitigen Streams erhöhen, haben sie einen enormen Mehrwert. Jedes Profil erhält individuelle Empfehlungen basierend auf dem Sehverhalten. Das bedeutet: Wenn euer Partner Liebesschnulzen liebt, während ihr auf Science-Fiction steht, bekommt jeder auf seinem Profil genau die Vorschläge, die zu seinem Geschmack passen. Der Netflix-Algorithmus lernt kontinuierlich dazu und verfeinert seine Empfehlungen mit jedem angesehenen Titel.

Besonders praktisch ist dies auch für Kinder. Mit dem Kids-Profil könnt ihr sicherstellen, dass nur altersgerechte Inhalte angezeigt werden. Der Algorithmus lernt dabei, was den Kleinen gefällt, ohne dass eure eigene Startseite plötzlich mit Zeichentrickserien überflutet wird. So bleiben eure Watchlist und Empfehlungen sauber getrennt von den Vorlieben der jüngeren Familienmitglieder.

Was passiert bei Überschreitung der Stream-Grenze?

Sobald die maximale Anzahl gleichzeitiger Streams erreicht ist, erscheint eine deutliche Fehlermeldung. Netflix teilt euch mit, dass zu viele Geräte den Account nutzen und fordert euch auf, die Wiedergabe auf einem anderen Gerät zu beenden. In diesem Moment habt ihr zwei Möglichkeiten: Entweder stoppt jemand anderes seinen Stream, oder ihr wartet, bis dieser von selbst beendet wird. Besonders ärgerlich wird es, wenn gerade der spannendste Moment einer Serie erreicht ist.

Die einzige legitime Lösung ist das Upgrade auf ein höheres Abonnement. Netflix überprüft die Anzahl der aktiven Streams serverseitig und setzt diese Beschränkungen konsequent durch. Technische Tricks oder Workarounds funktionieren nicht, da die Limitierung direkt auf den Netflix-Servern implementiert ist und nicht umgangen werden kann.

Profilwechsel während des Streamings

Ein interessanter Aspekt ist der Profilwechsel während einer laufenden Wiedergabe. Technisch gesehen zählt dies als Unterbrechung des einen und Start eines neuen Streams. Wenn ihr also mitten in einer Episode auf ein anderes Profil wechselt, wird der Stream kurz unterbrochen und mit dem neuen Profil fortgesetzt. Dies verbraucht weiterhin nur einen der verfügbaren Stream-Slots, sodass kein zusätzlicher Platz blockiert wird.

Der Wiedergabefortschritt wird dabei automatisch im ursprünglichen Profil gespeichert. Wechselt ihr zurück, könnt ihr exakt an der Stelle weiterschauen, an der ihr aufgehört habt. Diese nahtlose Synchronisation funktioniert über alle Geräte hinweg und ist einer der großen Vorteile des Netflix-Systems. Ob Smartphone, Tablet oder Smart-TV – eure Fortschritte sind überall verfügbar.

Download-Funktion als Alternative

Wer häufig unterwegs ist oder die Stream-Limits clever umgehen möchte, sollte die Download-Funktion nutzen. Heruntergeladene Inhalte zählen nicht zu den gleichzeitigen Streams, da sie offline abgespielt werden. So könnt ihr eure Lieblingsserie auf dem Smartphone für die Zugfahrt herunterladen, während zu Hause problemlos weiter gestreamt wird. Diese Funktion ist besonders praktisch für Pendler oder bei langen Reisen ohne stabiles Internet.

Die Anzahl der Downloads ist dabei großzügiger bemessen als die gleichzeitigen Streams. Je nach Abonnement könnt ihr auf mehreren Geräten Inhalte herunterladen und diese unabhängig voneinander ansehen. Das Standard-Abo erlaubt beispielsweise bis zu 100 Titel auf zwei Download-Geräten. Perfekt für Familien, die viel reisen oder pendeln und dabei nicht auf ihr Streaming-Vergnügen verzichten möchten.

Die Haushaltsregelung von Netflix

Netflix hat seine Richtlinien verschärft und definiert einen Account nun als für einen Haushalt gedacht. Das bedeutet, dass alle Geräte im selben Haushalt verwendet werden sollten. Wer außerhalb des Haupthaushalts streamen möchte, muss mit zusätzlichen Verifizierungen oder Kosten rechnen. Diese Maßnahme soll das weitverbreitete Account-Sharing eindämmen, das Netflix als Geschäftsmodell bedroht.

Diese Regelung hat direkte Auswirkungen auf die Nutzung der Profile. Selbst wenn ihr fünf Profile habt und ein Premium-Abo mit vier Streams nutzt, erwartet Netflix, dass diese Streams innerhalb eines Haushalts stattfinden. Das klassische Teilen des Accounts mit Freunden oder entfernt lebenden Familienmitgliedern wird damit aktiv unterbunden. Netflix überprüft regelmäßig die Gerätestandorte und IP-Adressen, um sicherzustellen, dass die Nutzung den Richtlinien entspricht. Wer dauerhaft von verschiedenen Standorten streamt, bekommt Verifizierungsanfragen oder wird aufgefordert, zusätzliche Profile kostenpflichtig hinzuzubuchen.

Die Kombination aus begrenzten gleichzeitigen Streams und der strikten Haushaltsregelung macht Netflix zu einem durchdachten, aber auch restriktiven System. Wer die Regeln kennt und sein Abonnement entsprechend wählt, kann jedoch das volle Potenzial ausschöpfen und für jeden im Haushalt ein optimales Streaming-Erlebnis schaffen. Das Upgrade auf ein höheres Abo lohnt sich dabei oft mehr als der Versuch, die Grenzen auszureizen oder mit technischen Kniffen zu arbeiten.

Wie viele Personen streamen gleichzeitig in deinem Haushalt?
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